Ostseeeinsätze
März 1943
Verlegung des noch unfertig überholten Kreuzers nach Swinemünde.
Kommandantenwechsel. Kpt. z. S. Thienemann übernimmt das Kommando. Hinter ihm IO Prützmann
Scheer wird Ausbildungsschiff (Besichtigung: v. lks. I. AO Kronke, Willy Diehm, Adm. Meendsen-Bohlken, Kmdt. Thienemann, Adm. Rothe-Roth)
Ausbildung an allen Waffen. Hier Verschluss am 28er Geschütz
Ausbildung Mittelartillerie
Auszug aus dem persönlichen KTB eines Besatzungsmitgliedes
Seemännische Ausbildung. Bootsmannsgruppe klar zum "Fallen Anker"
Steuermannsgasten bei der Ausbildung
Handgeschriebenes KTB eines Seekadetten
Juli 1944
Verbandübungen aller Dickschiffe (v. lks Nürnberg, Prinz Eugen, Admiral Scheer aufgenommen von Lützow)
Oktober 1944
Rückkehr in den aktiven Dienst
Kommandant Kpt. z. S. Thienemann auf der Brücke
Eine der Schiffsglocken von Scheer
Brückenwache Rudergänger
22. November bis 24. November 1944
Einsatz gegen Landziele bei Sworbe
Scheer geht vor Sworbe in Stellung
Zielgeber
Gefechtsbereitschaft im Maschinenleitstand. Die zahlreichen Maschinenmanöver während des Kampfes mussten ausgeführt werden.
Beschießung der russischen Panzerspitzen. Mit Funkabsprache des Heeres schoss die SA und MA auf die Panzeransammlungen und konnte diese eine Zeit lang aufhalten.
Geschützrohre laden...
Landzielbeschuss vor Sworbe
Bergen der Kartuschen
Einsammeln der verschossenen Messingkartuschen
Karte zu den Kampfhandlungen
Bericht eines Kameraden der dabei war (Aus Scheerpost BK Admiral Scheer):
Gefechtspause an den 10,5er Flakgeschützen
Eine völlig erschöpfte Geschützbedienung
Kleine Mahlzeit zwischen den Gefechten
23. November
Kriegsmarsch vor Sworbe. Fliegerangriffe angewehrt, Torpedos ausgewichen. Treffer von 50 kg Bombe auf der Back. Blindgänger, keine Schäden.
13.49h Abschuss des Bordflugzeuges bei Luftkampf. Pilot und Bordschütze kommen dabei ums Leben.
24. November
7h Klarschiff. Beschießung Sworbe. Ablösung durch "Lützow". Ankern Reede Gotenhafen
27. 11 bis 30. 11.
Gotenhafen Pier. Gefechtsdienst, Reparatur, Reinschiff
1. Dezember.
Marsch nach Pillau. Hafentage
14. Dezember
Marsch nach Gotenhafen
15. bis 31. Dezember
Weihnachtsvorbereitungen
Erinnerungen eines Besatzungmitgliedes über die Kämpfe:
Unsere schwer kämpfenden im Rückzug befindlichen Truppen brauchten dringend Entlastung. "Scheer" wurde in der Zeit 21. November bis zum 12. März zur Landzielbeschießung eingesetzt. "Scheer" wurde in das Gebiet Ösel-Halbinsel Swobe und der ostpreussischen Städte Pillau, Königsberg, Heiligenbeil und Elbing befohlen. "Scheer" und die begleitende Schiffe, die 5. Torpedobootflottille mußten sich mit allen Waffen russischer Jagdbomber und Schlachtflieger erwehren. Die Küstenziele wurden mit den schweren Waffen und der Mittelartillerie unter Feuer genommen.
Häufig blieb die Besatzung mehrere Tage auf den Gefechtsstationen. Gefechtspausen sind nur durch das Anfahren neuer Ziele entstanden. Die kurzen Schlafpausen wurden auf kalten Stahlplatten ausgenutz.
Das Schiff wurde laufend mit Bombern und Schlachtfliegern angegriffen. Alle Angriffe konnten abgewehrt werden. Bomben lagen gefährlich nahe am Schiff.
Trotz pausenloser Landzielbeschießung mußte der Brückenkopf Sworbe geräumt werden.
Anerkennender Funkspruch vom Admiral östliche Ostsee: Das Ausharren trotz Ausfallen eigenen Jagdschutzes bedeutete für Sworbe wertvolle Entlastung. Schießen lag besonders gut.
1. 1. bis 13. 1. 1945
Gotenhafen Pier. Zeugdienst, Gefechtsdienst, Ex-Dienst
Ausrücken von Teilen der Besatzung zum Panzergraben ausheben.
14. Januar.
Seeklar. Auslaufen "MES-Schleifen". Ankern auf Reede
16. Januar.
Marsch nach Pillau
Scheer in Pillau
5. Februar
Munitionsübernahme mit 28er-Granaten von Gneisenau
6. Februar
5h seeklar, 8h auslaufen. Bei Tonne 13 Beschuss russ. Bereitstellungen in 6 Anläufen. 14h Rückmarsch und Ankern Reede Gotenhafen
7. Februar
Beschießung Ziele bei Elbing
9. Februar
Feuerposition vor der Nehrung. Zerschlagung eines russischen Panzerangriffs an der Haffküste.
11. bis 17. Februar
Pier Gotenhafen, Geschützreinigen, Munitionsübernahme, Reinschiff
18. Februar
Adm. Thiele an Bord. 17h Leinen los, Marsch nach Pillau. Ankern vor Bug- und Heckanker mitten im Seekanal.
Scheer im Seekanal
Admiral geht von Bord
19. Februar
5h Feuerüberfall auf russ. Stellungen auf 20 km Entfernung. Zielansprache der SA über Heeresfunk. 8h Rückmarsch Gotenhafen.
20. Februar
Marsch nach Pillau, Beschuss russ. Stellungen. 14h Rückmarsch Gotenhafen, Muniübernahme
21. 2. bis 5. 3.
Gotenhafen Pier. Übernahme von Verwundeten und Flüchtlingen.
6. März
17h ausgelaufen zusammen mit "Lützow" Kurs West. Ankern auf Reede Swinemünde.
9. März
Für kurze Zeit festmachen in Swinemünde. Ausschiffung der Flüchtlinge, Muniübernahme. Danach ankern auf Reede.
10. März
Die schon entschärfte Munition für den Werftaufenthalt in Kiel wieder scharf gemacht.
14.30h Klar Schiff und kurzer Feuerüberfall auf russ. Stellungen. 16.30h ankern auf Reede.
11. bis 12. März
Beschiessung von Panzerspitzen bei Divenow. Nachts ankern auf Reede.
13. bis 15. März
Swinemünde Reede. Übernahme von Verwundeten und Flüchtlingen die auf Fahrprähmen übergesetzt werden. 18.50h Anker auf mit Kurs West.
Wegen Nebel ankern vor Rügen.
17. März
Feuerschiff Kiel. Ankern auf Reede Kiel
18. März
Laboe passiert. 8h Werftbecken fest. Ausschiffung der Flüchtlinge.
Im Gefecht...
Kommandant Thienemann leitet das Gefecht
28er Kartuschen
Nach dem Gefecht Turm vom Pulverschleim befreien
Feuerlohe der völlig ausgeschossenen Rohre
Flüchtlingsströme aus den deutschen Ostgebieten im Hafen...
Es scheint kein Ende nehmen zu wollen...
Admiral Scheer bei der Aufnahme von Verwundeten und Flüchtlingen. Dieses Foto ist wohl eines der letzten die von Scheer gemacht wurden.
Wieder einmal war Admiral Scheer das Rettungsschiff für viele Verwundete und Flüchtlinge.
Wie lange wird Admiral Scheer noch das "Glückhafte Schiff" sein?

